über 35 Jahre Fachtagung Arbeitsschutz
über 35 Jahre Fachtagung Arbeitsschutz
Presse

18.4.2009

Rhein-Zeitung, Koblenz

Region: Weniger Arbeitsunfälle

Rückgang um 1,6 Prozent gegen den Bundestrend - Fachtagung in Zeit

RHEIN-HUNSRÜCK. Erfreulich für die Region: Entgegen dem bundesweiten Trend sind die Arbeitsunfallzahlen in den Kreisen Cochem-Zeit und Rhein-Hunsrück im vergangenen Jahr rückläufig gewesen. Wie Rüdiger Hoch von der Präventionsabteilung der Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft (MMBG) in Zeit mitteilte, sank die Zahl der Arbeitsunfälle in den beiden Kreisen im vergangenen Jahr gegenüber 2007 um 1,6 Prozent - während es bundesweit einen Anstieg von 2,3 Prozent zu verzeichnen gab.

"Dies ist eine erfreuliche Tatsache", sagte Rüdiger Hoch bei einer Fachtagung Arbeitsschutz in Zeit an der Mosel Hoch führt dieses Ergebnis auch auf die vermehrten Anstrengungen in Sachen Prävention in den Betrieben zurück. In den beiden Kreisen fallen 335 Betriebe mit 5391 Versicherten in den Zuständigkeitsbereich dieser Berufsgenossenschaft, mehr als 70 Prozent dieser Betriebe haben dabei weniger als zehn Beschäftigte.

Bei der Tagung in der Zeller Stadthalle informierten Vertreter der MMBG über die neuen gesetzlichen Anforderungen an den Arbeitsschutz, die Möglichkeit der Umsetzung in den Betrieben und das Dienstleistungsangebot der Berufsgenossenschaft. MMBG-Präventionsleiter Andreas Rentel: "Guter Arbeitsschutz ist kein Zufall, sondern braucht Prävention."

Hauptursache für Arbeitsunfälle ist nach wie vor der Umgang mit Maschinen. Weitere Ursachen sind innerbetriebliche Transporte oder Abstürze an Baustellen. Rüdiger Hoch: "Auch darum liegt unser Hauptaugenmerk bei der Prävention in der Region auf dem Umgang mit Maschinen, möglichst schon, bevor die neuen Maschinen in den Betrieben benutzt werden."

Berufskrankheit Nummer eins im Metallbereich ist weiterhin der Lärm. Die Berufsgenossenschaft bietet darum besondere Informationen und Hilfen an. Ulrich Reidt, Vorstandsmitglied der Maschinenbau- und Metall-Berufsgenossenschaft, wies darauf hin, dass aufgrund der fortschreitenden Deregulierung die Bedeutung einer internen Festlegung beim Arbeitsschutz für die Betriebe immer größer werde.

Eine erfreuliche Mitteilung für die Unternehmen hatte Volker Brinkmann von der Beitrags- und Betriebsabteilung der MMBG: Die Beiträge sinken. "Wir sind der einzige Bereich der Sozialversicherung, der sinkende Beiträge verzeichnen kann", so Heinz-Rudolf Neumann, der Pressesprecher der MMBG gegenüber der RZ. Allerdings wies er auch darauf hin, dass im kommenden Jahr wohl mit einer Steigerung der Beiträge zu rechnen sei.

Unternehmer, Betriebsräte, Arbeitsmediziner, Sicherheitsfachkräfte und andere Experten aus der betrieblichen Praxis waren in Zeit. Zu den Veranstaltern gehörten auch der Verband der Metallund Elektroindustrie Rheinland-Rheinhessen, die IG Metall sowie die Kreishandwerkerschaften Mittelrhein und Mosel-Eifel-Hunsrück. "Wir stellen uns der Diskussion mit den Fachleuten im Betrieb", so Ulrich Reidt.: "Ein Ziel dieser Fachtagungen ist es, dass allen Verantwortlichen im Arbeits- und Gesundheitsschutz deutlich wird: Effiziente Prävention beim Arbeitsschutz erfordert umfassende Information." Dieter Junker

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